Identity Lifecycle Management (ILM)

IAM Glossary

A key term from the world of digital identities, explained clearly and hands-on.

Begriffserklärung

Identity Lifecycle Management (ILM) bezeichnet den gesteuerten, regelbasierten Umgang mit digitalen Identitäten über deren gesamten Lebenszyklus hinweg, von der Erstellung bis zur Deaktivierung oder Löschung. Ziel ist es, Identitäten und Berechtigungen stets aktuell, korrekt und sicher zu halten. ILM ist ein zentraler Bestandteil moderner IAM-Architekturen und bildet die Grundlage für eine automatisierte, compliance-konforme Benutzerverwaltung.

Phasen des Identity Lifecycles

  • Provisionierung (Onboarding): Beim Eintritt neuer Mitarbeitender oder externer Nutzer werden ihre digitalen Identitäten erstellt und initiale Zugriffsrechte gemäß Rolle und Funktion zugewiesen, automatisiert und rollenbasiert.
  • Access Management: Im laufenden Betrieb passt ILM Zugriffsrechte dynamisch an, bei Rollenwechseln, Projektzuweisungen oder zeitlich begrenzten Berechtigungen, nach dem Least-Privilege-Prinzip.
  • Auditing & Monitoring: Um Sicherheitsrichtlinien und gesetzliche Vorgaben einzuhalten (z. B. DSGVO), ermöglicht ILM eine kontinuierliche Überwachung und Nachverfolgung von Identitäts- und Zugriffsänderungen.
  • Deprovisionierung (Offboarding): Sobald ein Nutzer die Organisation verlässt oder Zugriffe nicht mehr benötigt, sorgt ILM für die automatisierte Entziehung aller Zugriffsrechte und, falls nötig, die Sperrung des Accounts.

Ziele und Vorteile

  • Vermeidung von Orphaned Accounts (verwaiste Konten) und unnötigen Berechtigungen
  • Reduzierung von Sicherheitsrisiken durch überalterte oder inkonsistente Zugriffe
  • Unterstützung von Compliance-Vorgaben (z. B. ISO 27001, DSGVO, NIS2)
  • Grundlage für Audits, Rezertifizierungen und rollenbasierte Zugriffskontrolle

Fazit

Identity Lifecycle Management stellt sicher, dass digitale Identitäten über ihre gesamte Nutzungsdauer automatisiert, regelbasiert und revisionssicher verwaltet werden.

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