Begriffserklärung
SAML (Security Assertion Markup Language) ist ein offener Standard für die sichere Übertragung von Authentifizierungs- und Autorisierungsdaten zwischen einem Identitätsanbieter (IdP) und einem Dienstanbieter (Service Provider, SP). Das Protokoll basiert auf XML und wird vor allem im Unternehmens- und Behördenumfeld für Single Sign-On (SSO) eingesetzt.
Was ist SAML?
SAML ermöglicht es, dass sich Nutzer:innen einmal zentral anmelden und anschließend auf verschiedene Dienste zugreifen können, ohne sich erneut authentifizieren zu müssen. Die zentrale Anmeldung erfolgt beim sogenannten Identity Provider, der eine digitale Identitätsbestätigung, die SAML-Assertion, ausstellt. Diese wird vom Service Provider akzeptiert, um Zugriff zu gewähren.
Wie funktioniert SAML?
SAML ermöglicht eine sichere Anmeldung über verschiedene Anwendungen hinweg, typischerweise im Rahmen von Single Sign-On. Dabei kommunizieren zwei zentrale Systeme miteinander:
- Identitätsanbieter (IdP): überprüft die Identität des Benutzers, z. B. durch Benutzername, Passwort oder Multi-Faktor-Authentifizierung.
- Dienstanbieter (Service Provider, SP): stellt die angeforderte Anwendung oder Website bereit und vertraut auf die Authentifizierung des IdP.
Vorteile
- Single Sign-On (SSO): Einmalige Anmeldung für mehrere Anwendungen.
- Sicherer Datenaustausch: Digitale Signaturen verhindern Manipulationen.
- Zentralisierte Authentifizierung: Entlastet die Benutzerverwaltung und reduziert Passwortaufwand.
- Kompatibilität: Standardisiert und weit verbreitet in Unternehmens- und Behördenumgebungen.
Fazit
SAML ist ein zentraler Baustein moderner Identity- und Access-Management-Systeme. Das Protokoll ermöglicht sichere, standardisierte Authentifizierung über verschiedene Anwendungen hinweg und reduziert den Aufwand für Benutzer und IT gleichermaßen. Unternehmen profitieren von einheitlichem Single Sign-On, geringerer Passwortnutzung und höherer Sicherheit durch zentrale Authentifizierungsrichtlinien.
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